Beim Nachrüsten einer Wallbox stellt sich neben der Elektrofachplanung fast immer die Frage, wie die Zuleitung sichtbar und sauber an Wand oder Decke geführt werden kann, ohne die Wand aufzustemmen.
Warum ein Kabelkanal für die Wallbox-Zuleitung sinnvoll ist
In Bestandsgaragen und Carports ist ein nachträglicher Unterputzeinbau meist unwirtschaftlich. Ein Aufputz-Kabelkanal schützt die Leitung mechanisch, sieht ordentlich aus und lässt sich ohne Stemmarbeiten montieren.
Welche Kabelquerschnitte üblich sind
Je nach Ladeleistung kommen unterschiedliche Leitungen zum Einsatz: für 11-kW-Wallboxen üblicherweise NYM-J 5x2,5 mm², für 22 kW eher 5x6 mm². Bei smarten Wallboxen kommt oft zusätzlich eine dünne Kommunikationsleitung hinzu.
Passende CILSON-Kabelkanal-Größen
- Für eine einzelne Zuleitung (5x2,5 mm²) reicht meist ein Kabelkanal 40x25 mm.
- Bei größerem Querschnitt (5x6 mm²) plus Kommunikationsleitung empfiehlt sich Kabelkanal 40x40 mm oder 60x40 mm.
Schritt-für-Schritt-Montage
- Verlauf von Zählerschrank/Unterverteiler bis zur Wallbox markieren.
- Kabelkanal-Unterteil mit Dübeln und Schrauben an der Wand befestigen (Bodenlochung).
- Zuleitung sowie ggf. Kommunikationsleitung einlegen, nicht knicken.
- Deckel aufclipsen.
Vor- und Nachteile
Vorteil: schnelle, staubfreie Montage, jederzeit zugänglich für spätere Prüfungen. Nachteil: sichtbar auf der Wand, bei sehr hohen mechanischen Belastungen ist ein Unterputz- oder Robustrohr-Schutz vorzuziehen.
Häufige Fehler
Zu knapp bemessener Kanal, wodurch die Leitung geknickt wird; fehlender Reserveplatz für spätere Nachrüstung eines zweiten Ladepunkts.
Profi-Tipp
Immer eine Nummer größer wählen als rechnerisch nötig, falls später eine zweite Wallbox oder ein Lastmanagement-Kabel folgt.
Zusammenfassung
Für Standard-Wallbox-Zuleitungen genügt in der Regel ein 40x25- bis 60x40-mm-Kabelkanal aus dem CILSON-Sortiment, montiert per Schraubbefestigung an der Wand.