Beim Glasfaseranschluss (FTTH) endet die Leitung des Netzbetreibers meist an einer Anschlussbox im Keller oder Flur – von dort muss die Faser oft noch bis zum Router geführt werden.
Warum der Biegeradius entscheidend ist
Glasfasern vertragen enge Knicke deutlich schlechter als Kupferleitungen. Ein zu kleiner Biegeradius führt zu Dämpfungsverlusten oder Bruch der Faser. Herstellerangaben nennen üblicherweise einen Mindestbiegeradius von etwa dem 10- bis 20-Fachen des Kabeldurchmessers.
Passende Kabelkanal-Größen
Da Glasfaserkabel meist dünn sind, reicht für eine einzelne Leitung häufig ein kleiner Kanal wie 12x12 mm oder 16x16 mm. Entscheidend ist weniger der Querschnitt als die Führung ohne enge Ecken.
Schritt-für-Schritt
- Kabelweg so planen, dass möglichst wenige und weite Richtungswechsel nötig sind.
- Kanal montieren, an Ecken die Faser locker in einer sanften Schlaufe führen statt scharf zu knicken.
- Faser einlegen, dabei nicht ziehen oder quetschen.
Vor- und Nachteile
Vorteil: Schutz vor Druck- und Zugbelastung. Nachteil: Standard-Kanal-Ecken sind nicht extra für Glasfaser-Biegeradien konstruiert.
Häufige Fehler
Faser wird in engen 90°-Kanalecken scharf geknickt; Kabelbinder werden zu fest angezogen und quetschen die Faser.
Profi-Tipp
Am Übergang von Kanal zu Anschlussdose immer eine kleine Reserveschlaufe mit großzügigem Radius einplanen.
Zusammenfassung
Glasfaserkabel lassen sich in kleinen CILSON-Kabelkanälen verlegen, sofern auf einen ausreichenden Biegeradius gemäß Herstellerangabe geachtet wird.